Aufladbare 4,5V Flachbatterie.

Die ersten Transistorportables der 50er und 60er Jahre wurden in Österreich hauptsächlich mit den damals preiswerten 4,5V Flachbatterien betrieben. Zum Testen und gelegentlichen Betrieb dieser Geräte lohnt es sich nicht solche Batterien auf Lager zu legen. Ihre Lagerfähigkeit ist ja nicht gerade berühmt. Daher ist es besser, eine verbrauchte Batterie vorsichtig auszuräumen und mit NiCd oder NiMH- Zellen zu bestücken. Die 3 Zinkelemente sind meist in einem Kunststoffbehälter untergebracht, dessen Deckel sich abnehmen lässt. Die Elemente sind oft mit Teer vergossen und müssen vorsichtig aus dem Behälter ausgelöst werden. Die beiden Anschlussfahnen werden von den Zellen abgelöst und polrichtig an der Innenseite des Deckels mit 2-Komponentenkleber (UHUplus oder ähnlichem) angeklebt. In den Behälter werden nun 4 Stück in Serie geschaltete Mignonakkus, am besten die lötfahnenbestückten, mit zwei Anschlussdrähten versehen, eingebaut. Die Zwischenräume im Behälter werden mit Schaumstoff oder ähnlichem ausgefüllt, damit die Zellen nicht lose sind. Die Drähte an die Kontaktfahnen anlöten und mit Isolierband gegen Kurzschluss sichern. Der Deckel wird wieder am Behälter eingeklebt. Diese Batterie sollte am Boden als "aufladbar" gekennzeichnet werden, damit sie nicht irrtümlich weggeworfen wird. Die Ausgangsspannung einer solchen Batterie ist um einige Zehntel Volt höher, was aber keinem Gerät schadet. Die Kapazität reicht nicht an die einer normalen Taschenlampenbatterie heran, aber die Lebensdauer bei richtiger Behandlung ist wesentlich länger.

Die 2. Möglichkeit ist ein Batteriehalter für 4 Mignonakkus. Der Halter wird aus ca. 1mm starkem Kunststoffmaterial, das sich warm biegen lässt, hergestellt. Der Plus- und Minuskontakt sind die Kontaktstreifen einer alten 4,5V-Batterie. Die Federbleche 6x20mm werden mit Hohlnieten oder kleinen Schrauben am Halter befestigt. Vorteil dieser Konstruktion, die Akkus können jederzeit zum Laden herausgenommen werden.
©G.Heigl, November 2004